Heilig Geist

Heilig Geist: mittendrin

Etwas versteckt, aber mit der Stadtbahn gut erreichbar, liegt die Kirche Heilig Geist. Das vielseitig nutzbare Gemeindehaus mit vielen Räumen und Kegelbahn ist im Jahr 1974 errichtet worden. Junge Familien fühlen sich hier wohl. Das ökumenische Miteinander mit der evangelischen Nachbargemeinde wird in Heilig Geist groß geschrieben. So findet z.B. im Wechsel mit der evangelischen Lukasgemeinde gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen statt.

Pfarramt Heilig Geist

Sandra Castelar de Oliveira Louro
im Pfarrhaus Herz Jesu:
Schurwaldstraße 3, 70186 Stuttgart

Tel.: 0711 98 69 28 21
Fax: 0711 98 69 28 29
E-Mail: heiliggeist.stuttgart-ost@drs.de

Öffnungszeiten: 
Montag bis Freitag 9 Uhr bis 12 Uhr,
Mittwoch 14 Uhr bis 17 Uhr.

Pfarrbüro Heilig Geist

Sandra Castelar de Oliveira Louro
im Gemeindezentrum Heilig Geist:
Boslerstraße 1, 70188 Stuttgart

Tel.: 0711 98 69 28 40

Öffnungszeiten: Dienstag 9 Uhr bis 12 Uhr.

Sonntag 

9.30 Uhr 

Eucharistiefeier

DEIN THEATER in Heilig Geist Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr

 


Edith Stein (1891–1942)

Barbara Mergenthaler und Ella Werner von Dein Theater – Wortkino erinnern an die schlesische Philosophin, Lehrerin und Nonne Edith Stein
Edith Stein war ein Leben lang auf der Suche nach Wahrheit. Geboren in eine jüdische Familie in Breslau am Ende des 19. Jahrhunderts, wich sie schon früh vom damals vorgezeichneten Lebensweg einer höheren Tochter ab: mit 14 Jahren bezeichnete sie sich als Atheistin und nahm wenig später als eine der ersten Frauen in Preußen ein Studium auf. Die brillante Studentin schloss summa cum laude beim Phänomenologen Edmund Husserl mit ihrer Doktorarbeit zum Thema „Einfühlung“ ab und arbeitete als seine Assistentin; eine Karriere in der Wissenschaft blieb ihr allerdings als Frau und Jüdin verwehrt. Sie schlug stattdessen eine Laufbahn als Lehrerin ein. 1922 folgte ein unerwarteter Schritt: sie trat zum Katholizismus über. „Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht“, schrieb sie Jahre später in einem Brief.
Was bleibt von dem Leben dieser heute zu Unrecht fast vergessenen, so ungewöhnlichen Frau?
Sie ließ sich nicht beirren. ihr Geist und ihre Sinne waren wach, sie lotete die Grenzen zwischen Wissenschaft und Glauben aus, immer bestimmte die Nähe zu den Menschen ihr Leben. Als ihr 1933 als jüdische Katholikin auch das Lehren untersagt wird, geht sie ins Kloster und setzt ihren geistlichen Weg als Karmelitin fort. Im Kloster arbeitet sie weiter an ihren philosophischen Schriften. Als sie 1938 von einer Priorin als Nichtarierin gemeldet wird, emigriert sie in den Karmel von Echt in den Niederlanden. Doch auch dort ist sie nicht sicher: 1942 werden in einer konzertierten Aktion über 700 konvertierte Ordensleute verhaftet, darunter auch Edith Stein und ihre Schwester. Unmittelbar nach ihrer Ankunft in Auschwitz werden sie ermordet.
Heute gilt sie als Vordenkerin der Empathie. 1998 wurde Edith Stein von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
„Man ist auf der Welt, um zu leben. Man soll nicht verzweifeln, wenn es anders geht, als man’s gedacht hat. Man soll an das denken, was einem bleibt, und auch daran, dass man hier bloß zu Besuch ist und dass alles, was einen jetzt bedrückt, am Ende eine andere Bedeutung hat, als man jetzt erkennen kann.“
Barbara Mergenthaler und Ella Werner werfen einen überraschenden Blick auf die Landschaft, aus der Edith Stein stammt und erinnern an ihren Einsatz für weibliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an ihre differenzierte Darstellung des „Eigenwertes der Frau“ – gut beobachtet und heute noch beeindruckend aktuell.

Ökumenische Bibelwoche
Donnerstag, 14. März, 19.30 Uhr,
Gemeindezentrum Heilig Geist
Ökumenischer Bibelabend
Zeit und Raum (Genesis 1,1-2,4)

Sonntag, 17. März, 9.30 Uhr, Heilig-Geist-Kirche
Ökumenischer Gottesdienst zur Bibelwoche
Parallel dazu gibt es eine ökumenische Kinderkirche.

Dienstag, 19. März, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Lukas
Ökumenischer Bibelabend
Fluch und Schutz (Genesis 4)

Albrecht Conrad,
Pfarrer evangelische Kirchengemeinde Stuttgart-Ost
Mechthild Carlé, Pastoralreferentin

GEPA-Waren

GEPA-Waren-Verkauf
Sonntag, 11. Februar und 17. März
Einmal monatlich nach den Gottesdiensten werden fair gehandelte Waren zu Gunsten des Partnerprojektes in Südafrika verkauft.

Aktuelles aus unseren Kirchengemeinden Ost

HEILIG GEIST 

Mechthild Carlé

Pastoralreferentin, Ansprechpartnerin für Heilig Geist, Familien- und Kinderpastoral, Erstkommunion, Blickpunkt Ost

Tel.: 0711 - 98 69 28 - 41
E-Mail: MECHTHILD.CARLE@DRS.DE

Rückblick auf das Kirchenjahr in Heilig Geist

Pastoralvisitation 2024

Pfr. Josef Laupheimer 

Pfarrgemeinderäte/innen

"Fishbowl" in Herz Jesu

Dekan Christian Hermes und Moderator Johannes Reich

Fasching in Heilig Geist 2024 : )

75 Jahre Ohlhäuser Weihnachtskrippe in Heilig Geist | 2023

 

Von Michael Cramer 

In diesem Jahr zu Weihnachten feiert die bekannte Weihnachtskrippe von Walter Ohlhäuser ihr 75-jähriges Jubiläum! Zum Weihnachtsfest 1948 sind die Figuren erstmals in der frisch wiederaufgebauten zweiten Heilig-Geist-Kirche aufgestellt worden. Der damals in Fellbach wohnende Kunstschnitzer Walter Ohlhäuser hatte die Figuren gefertigt. Stadtpfarrer Josef Sprenger, der erste Seelsorger der Heilig Geist Gemeinde, hatte die Krippe im Jahr zuvor bei Ohlhäuser beauftragt. Die alte Heilig-Geist-Kirche war in der Nacht vom 19./20. Oktober 1944 durch eine Fliegerbombe bis auf die Grundmauern zerstört worden. Dabei wurde auch die damalige Krippe – vermutlich eine Krippe mit Gipsfiguren – vernichtet. Bereits 1946 war der neue, wiederaufgebaute Kirchenbau fertig gestellt. Nun fehlte noch die Innenausstattung und Inventar, und eine Weihnachtskrippe gehört sicher für jede Gemeinde dazu.

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Dezember in Heilig Geist

Gemeinsame Eucharistiefeier | 26. Dezember 2023

Krippenspiel | 24. Dezember 2023

Auftakt Sternsingen | 17. Dezember 2023

12. November, Eucharistiefeier und Kinderkirche in Heilig Geist

Die Schar von Ministrant:innen und Pfarrer Laupheimer

Aufbruch zur Kinderkirche

Musiktalente

Beauftragung zur Taufspende

Mechthild Carlé

Wir freuen uns sehr, dass unserer Pastoralreferentin Mechthild Carlé auf unseren Antrag hin, den wir im Gesamtkirchengemeinderat beraten und beschlossen haben, im April von unserem Bischof für die Teilnahme an der Qualifizierung zur Taufspendung zugelassen wurde. Nach dieser Qualifizierung in drei Modulen, die von Mai bis Juli stattgefunden hat, wird nun Frau Carlé am Mittwoch, 8. November, um 17 Uhr bei einem feierlichen Gottesdienst im Rottenburger Dom zur außerordentlichen Taufspendung beauftragt. Danach werden wir Frau Carlé bei uns in der Gesamtkirchengemeinde für Tauftermine einplanen.
Für uns in der Gesamtkirchengemeinde ist das sehr wertvoll, da Mechthild Carlé durch ihre intensive und vielfältige Kinder- und Familienarbeit unzählige Kontakte zu den Familien hat, denken Sie nur an die Familiengottesdienste, die Familienkirchenzeit und die Erstkommunionvorbereitung. Eingebettet in ihre Begleitungen im Rahmen der Familienpastoral wird sie nun auch die Taufe spenden. Nicht zuletzt von den Familien wird das sehr begrüßt und geschätzt. Somit sind wir in Stuttgart-Ost nun ein Taufteam bestehend aus unserer Pastoralreferentin Mechthild Carlé und unseren Pfarrern Walter Humm und Josef Laupheimer.
Pfarrer Josef Laupheimer

St. Martin sammelt 2020,40 Euro für die Mobile Jugendarbeit Ost

Familienkirchenzeit

Familienkirchenzeit
Familien aus Stuttgart-Ost treffen sich einmal im Monat abwechselnd in Heilig Geist und in der evangelischen Lukaskirche. Wenn Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Terminen erhalten wollen, dann lassen Sie sich doch einfach bei Mechthild Carlé in den Mailverteiler aufnehmen.

Die nächsten Treffen:
Sonntag, 5. November, 10 Uhr, Lukaskirche: Ökumenischer Familiengottesdienst zum Abschluss der Kinderbibeltage, im Anschluss: Quiz zum Kirchenjahr – diesmal wirklich, Pizzaessen

Mechthild.Carle@drs.de.

Ökumenische Kinderbibeltage in den Herbstferien 2023

Hurra, Jesus lebt!
So bunt ist unser Kirchenjahr
2. bis 5. November 2023
Rund um die Lukaskirche

„„Hurra, Jesus lebt!“ – Unter diesem Motto fanden in diesem Jahr die Kinderbibeltage statt. Gemeinsam erlebten wir die drei wichtigsten christlichen Feste im Kirchenjahr nach: Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Nach einem gemeinsamen Teil am Anfang trafen wir uns in Kleingruppen. Basteln, Spielen und Backen waren angesagt. Wir waren dabei sowohl in den Räumen des Gemeindehauses der Lukaskirche als auch an der frischen Luft im Garten.

Sonntag, 22. Oktober, Weißwurstfrühstück

Herzlichen Dank dem LK Feste und Feiern für die sorgfältige Vorbereitung und aufmerksame und freundliche Bewirtung, dem Kinder - und Familienzentrum Arche Noah - passend zur Jahreszeit - für die Kürbissuppe und selbstgebackenem Brot, für die Livemusik mit O. Rimmele (Piano) und B. Derek (E-Bass).

Pastoralreferentin  Mechthild Carlé (links) begrüßt Andrea Pigisch (rechts), seit dem 1. August die Einrichtungsleitung im Kinder- und Familienzentrum Arche Noah. 

08. Oktober 2023

Erntedank 

In diesem September jährt sich der Todestag von Johnny Cash zum zwanzigsten Mal.
Der ökumenische Kreis "Männer unterwegs" nimmt das zum Anlass,
um über das Leben und Werk des Sängers nachzudenken.

"The Man Comes Around"
Johnny Cash - Countrysänger und tiefgläubiger Christ
Dienstag, 19. September 2023, 19.30 Uhr
Heilig Geist Kirche (UG), Boslerstraße 1
mit Pfarrer Albrecht Conrad

Neben einer Einführung in Leben und Werk von Johnny Cash hören wir uns
drei Songs genauer an und befassen uns mit der Glaubenshaltung in diesen Liedern.

Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Schöpfung Lukaskirche, Sonntag, 17. September

 

Einschulungsgottesdienste

Alle Erstklässler sind eingeladen, sich bei einem unserer ökumenischen Einschulungsgottesdienste an ihrem 1. Schultag segnen zu lassen.
•    Ameisenbergschule
    am Donnerstag, 14. September, um 9 Uhr, in der Friedenskirche
•    Grundschulen Gablenberg und Gaisburg
    am Mittwoch, 13. September, um 17 Uhr, in der Gaisburger Kirche
•    Raitelsbergschule
    am Freitag, 15. September, um 9 Uhr, in Heilig Geist
•    Ostheimer und Berger Schule
    am Freitag, 15. September, um 14 Uhr, in der Lukaskirche
•    Fuchsrainschule
    am Donnerstag, 14. September, 8.45 Uhr, in der Christuskirche

Auch Kinder, die nicht in den Grundschulen des Stuttgarter-Ostens eingeschult werden, können sich einer der vielen Segensfeiern anschließen.

Bild: Sarah Frank, Factum/ADP In: Pfarr­brief­ser­vice.de

Sonntag 14. Mai.

Feier der Erstkommunion

11 Uhr

 

Abschied und Start

Pastoralreferentin Carlé (links) begrüßt die neue Sekretärin von Hl. Geist Frau Louro (mitte) und verabschiedet Frau Staiger (rechts). 07.05.23

Kegelbahnen in Heilig Geist und Herz Jesu wieder offen!

Endlich ist es soweit: Die Kegelbahn in Herz Jesu ist fertig. Nun gibt es viele freie Termine. Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro Herz Jesu. Dort erhalten Sie alle Informationen zu den Kosten und Nutzungsbedingungen.

Heilig Geist - Geschichte und Architektur

Wer auf dem Weg zur Heilig-Geist-Kirche im Stuttgarter Osten sich an einem Kirchturm orientieren möchte, wird sich schwertun. Es gibt keine herausragende Turmspitze. Unvermittelt steht man in der Boslerstraße vor dem Gebäude. Erst auf den zweiten Blick entpuppt sich das etwas bunkerartig anmutende Gebäude als Heilig-Geist-Gemeindezentrum. Es handelt sich um brutalistische Architektur, ein Stil, der in den 1950er bis 1970er Jahren weltweit verwendet wurde. Der Begriff Brutalismus bezieht sich auf »béton brut«, den französischen Ausdruck für Sichtbeton. Brutalistische Architektur zeigt das Rohe, die nackte Konstruktion. 
Die oft spektakulären Bauten entstanden in einer Zeit der Experimente und des gesellschaftlichen Aufbruchs. Die Hl-Geist-Gemeinde zeigte nachkonziliaren Mut und Experimentierfreude und beauftragte den Dipl.-Ing. Rainer L. Neusch mit der Planung des Zentrums. Der Sichtbetonbau wurde 1974–1976 als Gemeindezentrum mit integrierter Kirche gebaut. Lassen Sie sich durch das expressionistische Äußere nicht erschrecken. Treten Sie ein. Der Schriftzug auf der Eingangstür „Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu“ zeigt den Weg.

Kirche ereignet sich dort, „wo sich eine Gemeinde versammelt, um auf das Wort Gottes zu hören, das Herrenmahl zu feiern und sich im verantwortungsvollen Dienst— als Gemeinde des Herrn — an den Menschen engagiert."  Im Gemeindezentrum Heilig Geist wurden diese Gedanken des Tübinger Theologen Greinacher konsequent verwirklicht. Es entstanden: Räume für die Feier der Liturgie; Räume, die sowohl auf die Feier der Liturgie, als auch auf die Verwirklichung der Diakonie hingeordnet sind. Räume für den diakonischen Dienst der Gemeinde, Wohnungen und Pfarrbüro.
Vor allem mit der variablen Nutzung, die bei den Räumen im Gemeindebereich möglich geworden ist, dürfte ein Optimum an Raumausnützung erreicht worden sein und das, ohne dass der Ablauf der gottesdienstlichen Feier gestört wird. Bekanntlich sind große Gemeindesäle für den Träger eine große Last. Da zumindest immer der Großteil eines Saales für Veranstaltungen zur Verfügung steht, ist die Nutzung intensiver, als wenn eine Kirche gebaut würde, die allen Anforderungen entspricht.
Festschrift: Einweihung des Gemeindezentrums Heilig Geist Stuttgart Ost, 28. März 1976
Zitat: (N. Greinacher: „Strukturwandel der Kirche heute und morgen", in „Kirchen für die Zukunft bauen").

Der
 

„Nicht alle Jugend betet, welche zur Kirche geht, das hat uns an einem der Sonntage die HJ (Hitlerjugend) gezeigt. Sie zog etwa 100 Mann stark vor unsere Heilig-Geist-Kirche. Die Kirchenbesucher, die zum Hochamt kamen, wurden dadurch belästigt, daß ihnen die „Reichssturmfahne", das Organ der HJ in aufdringlicher Weise feilgeboten wurde. … Auch den Aushängekasten vor der Kirche beanstandeten sie. Eines der Pfarrkinder verständigte die Polizei, die dafür sorgte, daß der Kirchplatz frei wurde. Nachdem die HJ noch eine Zeit lang um den Kirchplatz Aufstellung genommen hatte, zog sie wieder ab, so daß das Hochamt ohne jede Störung gehalten werden konnte".  So ist in der Chronik von Hl. Geist 1935 zu lesen. 
Zu diesem Zeitpunkt stand die Heilig-Geist-Kirche, im September 1930 benediziert, bereits fünf Jahre.
Anfang der 20er-Jahre hatte sich im Norden der Herz Jesu-Pfarrei Stuttgart, im sogenannten Raitelsberg, ein neues Stadtviertel gebildet, mit etwa 1 500 Katholiken. Der größere Teil der Einwohner bestand aus Arbeitern, Straßenbahnern, Handwerkern und einem kleinen Prozentsatz städtischer Angestellter und einiger Bankbeamter. In einer Folge von Jahren war die Zahl der Kirchenaustritte in diesem Teil, von der Herz-Jesu-Pfarrei aus schwierig zu betreuen, angestiegen. So bemühte sich Stadtpfarrer Ströbele, eine neue Pfarrei zu gründen. Erster Pfarrer wurde Josef Sprenger. Im Lauf der Jahre entstand eine lebendige und engagierte Gemeinde. Auch in der Zeit von 1933 bis 1945 konnten die nationalsozialistischen Machthaber das Gemeindeleben nicht ersticken. Im Oktober 1944 vernichtete ein Fliegerangriff die Heilig-Geist-Kirche bis auf die Grundmauern, „was zuvor unter großen finanziellen Opfern aufgebaut wurde war nun ein Trümmerhaufen“ (Chronik).
Erneut beginnt Stadtpfarrer Sprenger einen Kirchenbau. Für die Sonntagsgottesdienste stellt die evangelische Lutherhausgemeinde bis zur Fertigstellung einen Kirchensaal zur Verfügung. Schon früh kommt es so zwischen beiden Gemeinden zu einem geschwisterlichen Austausch, der bis heute anhält. Im Oktober 1947 wird die Kirche konsekriert, gefolgt vom Einbau eines Kindergartens. Die schweren Jahre der Gründung, des Krieges und des Wiederaufbaus sind jetzt vorbei. Es entwickelt sich ein reges Gemeindeleben. Eine Primiz ist keine Seltenheit.
Ende der 60erJahre ist die Pfarrei um einige Straßenzüge, die zur Gemeinde Herz-Jesu gehörten, größer geworden. Es sind jetzt etwa 3 600 Katholiken. Bald setzt eine Abwanderungsbewegung von Teilen der Stadtbevölkerung aus Stuttgart ein. Sie macht sich auch in Heilig-Geist bemerkbar. Anfang 1976 zählte die Pfarrei ca. 2 900 Katholiken, darunter 22 % Mitbürger mit Migrationshintergrund. Die Gemeinde stellt sich mutig der neuen Situation und folgt dem Auftrag des 2. Vatikanischen Konzils. 45 Jahre nach dem ersten Kirchenbau, nimmt eine der kleinsten Kirchengemeinden in Stuttgart zum 3. Mal die Last des Kirchenbaus erneut auf sich. „Zwei Brennpunkte mußten beim neuen Gemeindezentrum klar in Erscheinung kommen: Liturgie (im weitesten Sinne des Wortes) und Diakonie verstanden im Sinn der Pastoralkonstitution, ´Die Kirche in der Welt von heute´. Dabei war zu beachten, daß die beiden Brennpunkte nicht als voneinander getrennte Größen auftraten“, so die Festschrift 1976. Im März 1976 weiht Bischof Moser die neue Kirche, eingebettet in ein Gemeindezentrum, ein. Es bewährt sich in den Folgejahren das angestrebte Konzept Pastoral und Liturgie unter einem Dach zu vereinigen. Viele Jahre betreuen Pfr. Wolfgang Schmitt und die Familie Walter engagiert die Gemeinde, unterstützt von rührigen Kirchengemeinderäten und Sachausschüssen. Sie wurden abgelöst von Pfr. Hans-Georg Schmolke, heute Pfr. Josef Laupheimer und Pastoralreferentin Mechtild Carlé.   
nach: Alfons Thanner, Einweihung des Gemeindezentrums Heilig Geist Stuttgart Ost, 28. März 1976
Der

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