Kirche verändert sich. Die Katholische Kirche Stuttgart hat sich mit dem Prozess Next Steps auf den Weg gemacht, Kirche so zu gestalten, dass sie für die Menschen attraktiv ist, aber eben mit deutlich weniger Ressourcen auskommt. Der Stadtdekanatsrat hat in den Sitzungen am 15. Mai und am 15. Juli 2025 kontrovers diskutiert und Beschlüsse zu den Next Steps gefasst.
Die Next Steps stoßen viele Veränderungen an, rühren an grundlegenden Fragen, verlassen gewohnte Pfade, stellen bestehende Strukturen in Frage und entwerfen ein neues Bild von Stadtkirche.
Folgende Steps werden in diesem Prozess bearbeitet:
Gott ist da (Spiritualität)
Kirche anders denken und leben angesichts geringer werdender Ressourcen
Einladend Kirche sein – vor der Kirchentür
„Was wollt ihr das wir euch tun?“ Pastorale Servicequalität und Kooperation anlässlich besonderer Lebensereignisse (exemplarisch: Firmkatechese sowie Sterben – Bestattung – Trauer)
Wie wollen wir unseren Glauben feiern? – Gottesdienste der Zukunft
Strukturen verschlanken – Engagement ermöglichen (mit Modellvarianten einer Neuordnung der Rechtsstrukturen/Kirchengemeinden)
„Bei Next Steps und der guten Beratung im Stadtdekanatsrat geht es um dicke Bretter, dementsprechend wird die Diskussion weitergehen. Angesichts der großen Veränderungsbedarfe werden wir allerdings in absehbarer Zeit zu weitreichenden und vielleicht auch schmerzhaften Entscheidungen kommen müssen“, sagt Johannes Reich, einer der Projektleiter der Next Steps. Angela Schmid, ebenfalls in der Projektleitung ergänzt: „Wir sehen die große Chance, dass am Ende des Prozesses eine Kirche steht, die kleiner, kompakter, aber doch glaubensstark und relevant sein wird.“
Mehr erfahren: Next Steps
Unter dem Leitwort „Kirche der Zukunft“ macht sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart auf den Weg und gestaltet die Kirche neu. Unsere Diözese möchte sich gemeinsam mit allen Mitgliedern in eine positive und zukunftsfähige Richtung weiterentwickeln. Dazu hat Bischof Dr. Krämer gemeinsam mit dem Diözesanrat im Frühjahr 2025 den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ angestoßen. Dieser umfasst verschiedene Projekte:
„Seelsorge in neuen Strukturen“: Das Projekt „Seelsorge in neuen Strukturen“ entwickelt Ideen für eine zukunftsfähige Seelsorge und rechtlich mögliche Modelle für neuen Strukturen in größeren Raumschaften – wobei „Raumschaft“ ein Arbeitsbegriff ist und einen pastoralen Raum umschreibt. In den größeren Raumschaften soll kirchliches Leben vor Ort auch weiterhin in vielfältigen Formen und vernetzt bestehen. Und auch zukünftig wird es über verschiedene Formate die Möglichkeit geben, Verantwortung in der größeren Raumschaft wahrzunehmen.
„Räume für eine Kirche der Zukunft“ 2024 startete das Projekt „Räume für eine Kirche der Zukunft“, dessen Ziel es ist, den nichtsakralen Gebäudebestand der Kirchengemeinden für eine zukunftsfähige, nachhaltige und gemeinwohlorientierte Nutzung zu optimieren und entsprechend anzupassen. Wie in allen Seelsorgeeinheiten und Gesamtkirchengemeinden hat sich dazu auch bei uns ein Zukunftsausschuss aus Kirchengemeinderäten und Interessierten gebildet, um neue Nutzungskonzepte für unsere Gebäude zu erarbeiten. Alle Interessierten können da mitarbeiten. Bei Interesse sich bitte bei den Gewählten Vorsitzenden oder bei Pfarrer Laupheimer melden.
Im ersten Newsletter zu dem diözesanen Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ schreibt unser Bischof Dr. Klaus Krämer:
„Ich bin aber überzeugt davon, dass unsere Kirche – getragen von einem tiefen Vertrauen in Gottes Gegenwart – auch in neuen Strukturen und unter veränderten gesellschaftlichen, finanziellen und demografischen Bedingungen weiterhin eine lebendige Kirche sein wird, die nah bei den Menschen bleibt.“
Für alle Interessierten gibt es vielfältige Möglichkeiten der Information und Beteiligung an diesem Entwicklungsprozess.
Auf der Website unserer Diözese finden Sie die Infos unter: kirche-der-zukunft.drs.de
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei den Kirchengegemeinderatsmitgliedern oder dem Pastoralteam.
Es geht voran: Bei der Diözesanratssitzung Ende November werden bereits erste Entscheidungen in diesem Entwicklungsprozess gefällt werden.