Ökumene

Mobile Jugendarbeit in Stuttgart-Ost

Als ich mittags das Einkaufszentrum am Ostendplatz verlassen wollte, stand am Eingang eine größere Gruppe Jugendlicher, die sich dort lautstark versammelt hatte. Etwas irritiert suchte ich die Lücke in der Gruppe und schlängelt mich durch. Kurz aufgehalten durch eine kleine Rangelei zweier Gruppenmitglieder, johlend begleitet durch die anderen. Nichts Schlimmes – vermutlich sollte die Rangordnung in der Gruppe wieder hergestellt werden.

Am Abend trafen sich die Delegierten der Mitgliedsgemeinden des Vereins Mobile Jugendarbeit Stuttgart-Ost im Gemeindehaus der Evangelischen Petrusgemeinde. Pfarrer Marquardt begrüßte die Anwesenden aus den Gemeinden und der Mobilen Jugendarbeit. Die Evangelische Petrusgemeinde stellte sich vor und berichtete von ihren umfangreichen Aktivitäten in der Jugendarbeit in den Gemeinden des Stuttgarter Ostens.  

Im Anschluss berichtete die Mobile Jugendarbeit Ost. Mobile Jugendarbeit begann 1967 in Stuttgart als Ergänzung zu der offenen Jugendarbeit. Ziel ist die Unterstützung gefährdeter und benachteiligter Jugendlicher und Jugendgruppen. Formen der Jugendsozialarbeit, nach dem Vorbild der Mobilen Jugendarbeit, etablierten sich auch in anderen Städten und Gemeinden. Heute ist sie bundesweit zu einem festen Angebot für Jugendliche geworden.

Der Evangelische Kirchenkreis Stuttgart, das katholische Stadtdekanat Stuttgart und die Fachverbände Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. und der Caritasverband für Stuttgart e.V., tragen die Organisationsstruktur der MJA mit.

„Traditionell ist die Mobile Jugendarbeit Stuttgart tief in den Stadtbezirken und in den örtlichen Kirchengemeinden verwurzelt. Pfarrerinnen und Pfarrer unterstützen gemeinsam mit Ehrenamtlichen unsere Arbeit mit Herz und Hand. Dieses Engagement rührt aus der Überzeugung, dass sich der diakonisch-caritative Auftrag unabhängig von Konfessionszugehörigkeiten an alle benachteiligten oder von sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unserer Stadt richtet“, so die Website der Mobilen Jugendarbeit.

Die anwesenden Vertreter der MJA Ost verdeutlichten und konkretisierten dies an den Beispielen Schulsozialarbeit und Berufseinstiegsbegleitung an den Werkrealschulen in Gablenberg und Ostheim. Der Bus mit BISS ist ein mobiler Standort und bietet: Beratung, Information, Unterstützung in Schule und Beruf sowie Spaß. Überzeugende Beispiele für kompetente Jugendarbeit.

Mir fiel die Begebenheit am Vormittag wieder ein. Gut zu wissen, dass außer öffentlicher Schule und Polizei weitere Institutionen, wie z.B. die Mobile Jugendarbeit Ost für Jugendliche da sind – irgendwie beruhigend.
(Der)

 

 

 

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