Anlässlich des Geburtstags unseres Grundgesetzes rief unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier dazu auf, dies mit einem Mitmachtag deutschlandweit zu feiern. Denn Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Viele Gäste folgten dieser Einladung nach St. Nikolaus gerne und nahmen bei sommerlichen Temperaturen an liebevoll gedeckten Tischen Platz. Das Trio Impro & Amen sorgte mit Jazz-Standards für gute Laune.
Angelika Gutmann, die Initiatorin und Referentin für den Bereich Ehrenamt und Quartiersarbeit begrüßte die Gäste und führte durch das Programm.
Durch die Impulse entstand ein lebendiges Mosaik aus Perspektiven, das den Wert unseres demokratischen Miteinanders unterstrich.
Der Blick auf das Fundament: Bezirksvorsteher Armin Serwani eröffnete die Runde mit seinen Ausführungen zur Verfassung und betonte dabei die zentrale Rolle, die dieses Regelwerk aus der Sicht eines Bezirksvorstehers für das tägliche Verwaltungshandeln und den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt.
Engagement der nächsten Generation: Besonders inspirierend war der Beitrag eines jungen Erwachsenen, Simean, aus den evangelischen Ost-Gemeinden. Er gab eindrucksvoll Antwort auf die Frage, was ihn persönlich motiviert, sich ehrenamtlich zu engagieren und aktiv Verantwortung für unsere Demokratie zu übernehmen.
Staat und Kirche im Dialog: Bernhard Derek von der GKG Stuttgart-Ost rückte das angespannte, aber essenzielle Verhältnis zwischen Staat und Kirche in den Fokus. Unter dem Titel „Eine Partnerschaft auf dem Prüfstand“ analysierte er kritisch, wie dieses Miteinander heute gelingen kann.
Soziale Verantwortung: Pfarrer Josef Laupheimer beleuchtete das Sozialstaatsprinzip im Zusammenspiel mit dem kirchlichen Subsidiaritätsprinzip und zeigte auf, wie diese beiden Säulen unsere soziale Sicherheit stützen.
Vielfalt als demokratische Chance: Abschließend richtete Margret Bretzel von den Scalabrini den Blick auf das Spannungsfeld zwischen Demokratie und Migration. Aus der spezifischen Sicht von Menschen mit Migrationsgeschichte wurde deutlich, welche Bedeutung Teilhabe und Anerkennung für das Gelingen einer inklusiven Gesellschaft haben.
Dieser Vormittag hat eindrucksvoll gezeigt: Demokratie lebt von den unterschiedlichen Blickwinkeln, die wir respektvoll in den Dialog einbringen. Ein herzliches Dankeschön an alle Referentinnen und Referenten für die inspirierenden Impulse und allen, die diese lebendige Begegnung ermöglicht haben.